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Griechisches Parfümfläschchen

Das hübsche kleine Gefäß zur Aufbewahrung von Parfüm besteht aus blauem undurchsichtigem Glas, das an Schulter und Bauch mit gelben und weißen Zierbändern sowie einem türkisblauen Zickzackmuster dekoriert ist. Seine Form mit Henkel und kleeblattförmigem Ausguss erinnert an eine Oinochoe, eine antike Keramikkanne, die bei Banketten und Symposien zum Ausschank von Wein verwendet wurde.

Eventuell wurde das Kännchen auf Rhodos hergestellt, wo Einwanderer aus Phönizien und Mesopotamien im 7. Jh. v. Chr. eine florierende Glasindustrie etablierten. An ihrer Fertigungstechnik – zähflüssiges Glas wurde um einen festen Kern herum geformt – hielten sie auch in der neuen Heimat fest, doch die Formen passten sie dem Geschmack der Griechen an: So ahmten sie ab dem 6. Jh. v. Chr. klassische Keramik- und Bronzegefäße nach. Die Glaswaren für Kosmetik und Duftstoffe entwickelten sich zu Exportschlagern in der gesamten griechischen Welt.

 

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Europäische Kunst

Datierung6. - 5. Jh. v. Chr.LandHeutiges GriechenlandMaterialGlasgussMaßeH: 10 cm D: 6 cmShare

Museum Obentraut3

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